:: tägl. 15:00
Porträt einer jungen Schauspielstudentin, die für ihre erste große Bühnenrolle an die Grenzen ihrer psychischen Kraft geht.
Fine leidet darunter nicht gesehen zu werden, aber sie tut alles dafür, um nicht aufzufallen. Und das, obwohl sie Schauspielstudentin ist. Nachts, wenn ihre geistig behinderte Schwester Jule nicht schlafen kann und ihren Kopf stereotyp gegen die Wand knallt, dann macht Fine den Rekorder an und bereitet Jule ein Feuerwerk an Gesang, Spiel und Tanz. In der Schauspielschule aber fehlt ihr das Selbstvertrauen, um ungeniert die Bühnenbretter zu erstürmen. Nachdem der bekannte Regisseur Kaspar Friedmann Fine zum Vorsprechen eingeladen hat, überzeugt sie ihn in ihrem Spiel. Aber er sieht in Fine auch ein verletztes Wesen, das seiner Vision von Camille entspricht, der Hauptrolle in seinem nächsten Stück. Fine bekommt ihre erste große Rolle, die sie auf keinen Fall verspielen will. Sie schlüpft in eine andere Identität. Als Camille erwacht sie zur Frau. Aber mit Camille verliert Fine auch ihre eigene Stärke, die sie im Umgang mit ihrer Schwester Jule immer wieder an den Tag legt. Denn Camille ist nicht nur selbstbewusst und sexuell aktiv, sondern auch psychisch labil und selbstzerstörerisch. Fine begibt sich in die Hände ihres Regisseurs, der sie durch die Hölle gehen lässt, ohne sie psychisch aufzufangen. Ein gefährliches Spiel, bei dem sie sich selbst zur Feindin wird.
Dapd
"Schwochows Drama geht dabei psychisch wie physisch bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Der Zuschauer leidet empathisch mit der von Stine Fischer Christensen (Nach der Hochzeit) eindringlich verkörperten Titelheldin mit.
Die 26-jährige Dänin entpuppt sich dabei als famose Entdeckung."
TELESCHAU
"Nicht nur wegen der wunderbar unstimmigen Chemie zwischen Noethen und der Hauptdarstellerin. Und auch nicht allein wegen der vielen Details, die Schwochow stets im Auge behält. Stine Fischer Christensen kann sich langsam entfalten, und mit ihr die Wucht und Vielschichtigkeit des Dramas."
NDR Kulturjournal, 7.02.2012
"herausragend besetzt"
"ein sehenswerter Film"
RBB STILBRUCH, 19.01.2012
"Es ist ein außerordentlich intensiver Film entstanden: Schicht um Schicht entblößt sich Fine, verausgabt sich - um endlich nicht mehr unsichtbar zu sein. Ein Film, dem man das Ringen und die Ernsthaftigkeit seiner Autoren anmerkt. Beeindruckend."
SWR NACHTKULTUR, 2.02.2012
"sehr intensives Psychodrama"
"Sie (Stine) spielt so gut, dass sie für ihre Rolle prompt preisgekrönt wurde"
"ein Film, der unter die Haut geht, mit brillanten Schauspielern"
BERLINER-AKZENTE.de
"Die Unsichtbare", Christian Schwochows zweiter Film, ist bis in die kleinste Rolle hochkarätig besetzt und fantastisch gespielt. Die dänische Jungschauspielerin Stine Fischer (After the Wedding) wurde unter anderem bei der Weltpremiere auf dem Filmfestival Karlovy Vary als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ulrich Noethen überzeugt in seiner untypisch unsympathischen Rolle ebenso wie "Novemberkind"-Star Anna Maria Mühe."